Unter den Branchenvertretern der Kartoffelwirtschaft, die sich anlässlich der Kartoffelherbstbörse am 27. September in Hamburg trafen, herrschte Einigkeit, dass die Kartoffelernte in dieser Saison kleiner ausfallen wird. Europaweit haben extreme Hitze und Trockenheit während des Sommers den Beständen zugesetzt. Daraus könnten sich im weiteren Saisonverlauf noch verschiedene Herausforderungen für die Branche ergeben. Die Kartoffelanbauer in vielen europäischen Ländern haben aufgrund der extremen Witterungsbedingungen im vergangenen Sommer mit Ertragseinbußen zu kämpfen. Besonders stark seien offenbar Frankreich und Polen betroffen, berichtete Tigran Richter, Präsident von Europatat, der europäischen Organisation des Kartoffelgroßhandels. Er skizzierte vor den Vertretern der Kartoffelbranche die aktuelle Marktlage. Die Ernteschätzung 2022 stand im Vordergrund der Agenda der Kartoffelherbstbörse, zumal die zuvor abgegebene Schätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) für die deutsche Ernte in der Kritik stand und in der Branche als zu hoch veranschlagt gilt.
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