Kaufland bietet ab sofort kein frisches Schweinefleisch mehr an, das nach gesetzlichem Mindeststandard (Haltungsform Stufe 1) hergestellt wurde. Ausgenommen davon sind laut der Handelskette Innereien und Filets. Das teilte Kaufland am 1. Juli 2021 in einer Pressemitteilung mit. Der Discounter Lidl will bis Ende des Jahres ebenfalls nahezu sein gesamtes Schweinefrischfleischsortiment auf die Haltungsformstufe 2 umstellen.
Am 1. Juli 2021 gab Lidl in einer Pressemitteilung bekannt, dass dieser Schritt unter anderem durch die Sonderzahlung der Schwarz Gruppe - zu der auch Kaufland gehört - möglich wird. Nach Angaben von Lidl wurden mit dem Geld Landwirte bei der Umstellung auf Haltungsbedingungen der Initiative Tierwohl unterstützt und infolgedessen höhere Tierwohlstandards für einen Großteil der Branche ermöglicht. Durch die höheren Haltungsstandards im Schweinefleischsortiment wolle Lidl an die vollständige Umstellung des Geflügelfleischs auf mindestens Stufe 2 anknüpfen. Damit nähere sich das Unternehmen maßgeblich seinem im vergangenen Jahr veröffentlichten Ziel, 2025 die Haltungsstufe 2 als Lidl-Mindeststandard im Frischfleischsortiment zu etablieren. Zudem wolle Lidl die Haltungsstufen 3 und 4 in seinen Eigenmarkenprodukten weiter ausbauen. Dabei sollen laut dem Discounter vor allem die Landwirte partnerschaftlich eingebunden und nicht durch zu hohe Einstiegsstufen oder hohe finanzielle Belastungen von einer Weiterentwicklung ausgeschlossen werden.
Kaufland habe sich bereits 2019 das Ziel gesetzt, die Haltungsform Stufe 2 als Mindeststandard zu etablieren. Nächstes Ziel sei es, die Kooperationen mit Vertragslandwirten für Schweinefleisch sowie das Angebot an Frischgeflügel aus Haltungsform Stufe 3 und 4 bis 2023 zu verdoppeln. kj