Kein Bundestagsmandat für Andresen

Foto: imago images/Willi Schewski

Der Landwirt und Sprecher von Land schafft Verbindung (LsV), Dirk Andresen, hat die Wahl zum CDU-Kandidaten für das Bundestagsdirektmandat im Wahlkreis 1 Schleswig-Flensburg verloren. Stattdessen wird die jetzige CDU-Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen aus Wanderup bei der Bundestagswahl 2021 versuchen, das Direktmandat erneut zu gewinnen. Ein wahrscheinlicher Wettbewerber wird dabei der Parteichef der Grünen, Dr. Robert Habeck, sein, der in diesem Wahlkreis antreten will. Am Montag vergangener Woche entschieden sich bei der Abstimmung in Handewitt 224 CDU-Mitglieder für Nicolaisen, 95 für Andresen. Dieser hatte Anfang August seine Bewerbung als CDU-Direktkandidat zur Bundestagswahl in Schleswig bekanntgegeben, was bei einigen Mitgliedern von LsV nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß, da sie die Überparteilichkeit der Organisation in Gefahr sahen; so gab es auch Rücktrittsforderungen. Andresen äußerte gegenüber dem Bauernblatt Schleswig-Holstein, dass er angesichts des kurzfristigen Antritts tendenziell mit dem Ergebnis zufrieden sei. Immerhin habe er 30 % der Stimmen erhalten. Zu wenige Bauern im Saal und die negative Berichterstattung im Vorfeld hätten sicher zu dem Ergebnis beigetragen, erklärte Andresen. Kürzlich hatte „Spiegel Online“ einen Artikel veröffentlicht, in dem von toten Ferkeln und leidenden Sauen in einem Stall berichtet wurde, an dem Andresen beteiligt ist. Andresen gab an, sich nun zunächst auf andere Dinge, wie die erste Tagung der Zukunftskommission Landwirtschaft oder das Mitgliedertreffen des LsV Ende September, zu konzentrieren. Nicolaisen äußerte nach ihrer Wahl, dass das Direktmandat „gewinnbar“ sei, dies jedoch „kein Spaziergang“ werde.