Kein Exportschlager

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Mit besonderen Tierwohlleistungen können die Fleischexporteure in Deutschland bei ihren Auslandskunden offenbar nur wenig punkten, denn Herkunft, Qualität und der Preis sind die wichtigeren Kriterien. Dies ist zusammengefasst das Ergebnis des Forschungsprojekts „ExPoTiWo – Exportchancen von Tierwohlfleisch aus Deutschland“ des Thünen-Instituts, dessen Resultate jetzt vorgestellt wurden. Mittels Expertengesprächen und Onlinebefragungen sind die Forscher dabei den Verbraucherpräferenzen in verschiedenen Absatzländern auf den Grund gegangen. Im Fokus standen dabei für Geflügelfleisch die Länder Dänemark, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien. Für Schweinefleisch waren es Japan, Südkorea, Italien und Polen. Während laut Thünen-Institut bei Schweinefleisch das Thema Tierwohl in Japan, Südkorea und Polen so gut wie keine Rolle spielt, gibt es in Italien eine kleine Verbrauchergruppe, die sich dafür interessiert.

Bei Geflügelfleisch war in den Zielländern generell mehr Wissen über Tierwohlfragen vorhanden; dort gibt es bereits entsprechende Label. In allen acht betrachteten Ländern sind dennoch die Fleischqualität, das Herkunftsland sowie der Preis die wichtigsten Einkaufskriterien. Der Aspekt Tierwohl ist von geringerer Bedeutung. Dies war in Japan am ausgeprägtesten, wo weniger als 30 % der insgesamt 700 online Befragten angaben, dass dieses Kriterium für sie beim Kauf sehr wichtig sei. Für lediglich 10 % war Tierwohl bedeutender als die Herkunft des Schweinefleischs.