„Wir gehen davon aus, dass wir die Ernte 2023 auf Niveau des Jahres 2022 bezahlen können“, erklärte Dr. Hermann Schmitz, Geschäftsleiter Landwirtschaft von Pfeifer & Langen diese Woche bei einem Pressegespräch. Damals lag der Rübenpreis im Flex-Modell bei etwa 55 €/t. Mit Blick auf die Rübenerträge in der laufenden Kampagne konstatierte Dr. Schmitz: „Das Jahr ist nicht süß.“ Bei hohen Erntemengen, in Spitzenbetrieben sogar über 100 t/ha, seien die Zuckergehalte historisch niedrig. Als Ursachen nannte er den wolkigen Sommer sowie warme Nächte bis in den Oktober hinein.
Die Ernte laufe gerade witterungsbedingt noch unter teils schwierigen Bedingungen und dürfte sich bis in den Dezember hinein verzögern. Schmitz rechnet damit, dass die Kampagne Mitte bis Ende Januar zu Ende ist; als erste Fabrik dürfte Euskirchen die letzten Rüben verarbeiten.
Laut Dr. Schmitz strebt der Zuckerhersteller Stabilität bei den Anbauflächen an. So unternehme Pfeifer & Langen alles, um den Preis zu stabilisieren. Ein weiterer Grund dürfte aber auch das Bestreben sein, den Kunden des Unternehmens verlässlich Zucker anbieten zu können und deswegen Bedarf und Erzeugung aufeinander abstimmen zu wollen. Dr. Schmitz machte angesichts günstiger Rahmendaten der Anbausituation in Europa und der aktuellen Preisentwicklung allerdings wenig Hoffnung, dass noch weitere Kontrakte für die Kampagne 2024/25 abgeschlossen werden könnten. Die Kontrahierung sei bereits im August beendet worden.
Kein süßes Jahr
Foto: Werkbild Pfeifer&Langen