Keine Kennzeichnung

Es bleibt dabei. Die Initiative Tierwohl hält an ihrem bisherigen Konzept fest: Auch künftig werden die Produkte der teilnehmenden Landwirte im Handel nicht gesondert gekennzeichnet. Man habe sich zum jetzigen Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen bewusst gegen ein Labeling entschieden, erklärte der Geschäftsführer der Initiative, Dr. Alexander Hinrichs, vergangene Woche in Bonn. Herkunftssiegel und andere Kennzeichnungen gebe es bereits in großer Zahl. Diese Systeme verfolgten aber zumeist einen anderen Ansatz als die Brancheninitiative. Deren Ziel sei es, das Wohl der Nutztiere von der Kaufentscheidung des Verbrauchers zu entkoppeln und angebotsseitig eine tiergerechtere Fleischerzeugung in der Breite zu fördern. Dieser Ansatz sei vielfach noch unbekannt und daher erläuterungsbedürftig, räumte der Geschäftsführer ein. Daher werde die Kommunikation verstärkt. Seit Beginn des Monats April könnten Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels verstärkt auf ihre Teilnahme an der Initiative Tierwohl aufmerksam machen. Möglich sind nach Angaben von Hinrichs Hinweise auf Verpackungen, an der Bedientheke sowie im direkten Produktumfeld.