Kleinere Tierbestände für mehr Klimaschutz

Ein hoher Bestand an Wiederkäuern und die Exportorientierung bei tierischen Nahrungsmitteln sind für das Bundesumweltministerium weiterhin die Hauptverursacher und Treiber der Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft. Deshalb spricht sich das Umweltressort in dem am Mittwoch vergangener Woche vorgelegten Entwurf zum Klimaschutzplan 2050 dafür aus, die Tierbestände abzubauen, weitere Stickstoffminderungsmaßnahmen in der Tierhaltung zu entwickeln und dem „Trend zur Steigerung des Exports von tierischen Nahrungsmitteln“ entgegenzuwirken.  Außerdem sollen laut dem Papier, das mit dem Bundeswirtschaftsministerium abgestimmt wurde, die Direktzahlungen an die Landwirtschaft schrittweise umgewidmet und nur noch für konkrete Umwelt-, Klima- und Naturschutzanliegen ausgezahlt werden. Die bisherige Zwei-Säulen-Struktur der Gemeinsamen Agrarpolitik wird abgelehnt. Ungeachtet aller Maßnahmen räumt das Umweltressort allerdings ein, dass eine Minderung der Emissionen auf Null nicht möglich sei, allein aufgrund biologischer Prozesse im Pflanzenbau und in der Tierhaltung.