Klimaschutz durch Hecken

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Eine auf Ackerland neu angepflanzte Hecke von 720 m Länge kann langfristig die gesamten Treibhausgase kompensieren, die ein Durchschnittsdeutscher binnen zehn Jahren emittiert. Das zeigen Berechnungen im Rahmen einer Metastudie, die am Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in Braunschweig durchgeführt wurde. „Für die Berechnungen haben wir alle verfügbaren Daten zu Humus und Biomasse in Hecken zusammengetragen – 13 Studien und eigene Daten mit insgesamt fast 150 untersuchten Hecken“, erklärte Sophie Drexler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thünen-Institut, am Montag vergangener Woche in einer Presseinformation. Für die Forschenden habe sich ein überraschendendes Bild ergeben: Pro Hektar werde in einer Hecke im langjährigen Mittel fast genauso viel Kohlenstoff gebunden wie in Wäldern. Dies könne mit der hohen Dichte an Ästen und Zweigen in Hecken und den guten Wuchsbedingungen in der Agrarlandschaft erklärt werden. Besonders viel Kohlenstoff werde auch in den Wurzelstöcken der Hecken gebunden, so Drexler. In den vergangenen 70 Jahren sei aber fast die Hälfte aller Hecken in Deutschland beseitigt worden, meist durch Flurbereinigungsmaßnahmen.