Klimawandel fordert Landwirte

Foto: Dr. Elisabeth Legge

Ministerin Gorißen und Kammerpräsident Werring informierten über die Ernteergebnisse 2024 in NRW

 

Auch in NRW enttäuschte die diesjährige Getreideernte. „Im Ergebnis wurde bei den wichtigsten Getreidearten eine deutliche unterdurchschnittliche Ernte eingefahren“, erklärte NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen am Mittwoch vergangener Woche vor der Landespressekonferenz. Hier stellte sie zusammen mit Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, die vorläufigen Ernteergebnisse vor.

 

„Inzwischen können wir gar nicht mehr von normalen Jahren sprechen“, betonte Gorißen. Seien die vergangenen Jahre eher durch Trockenheit und Hitze oder wie im vergangenen Sommer auch durch einen extrem schwierigen Ernteverlauf geprägt gewesen, so sei in diesem Jahr eher der dauerhafte Regen zum Problem geworden. Nach Angaben des Ministeriums lag in NRW von August des vergangenen Jahres bis Juli 2024 die Niederschlagsmenge in jedem Monat deutlich über dem langjährigen Mittel – insgesamt um durchschnittlich 49 %. Die hohen Niederschläge haben sich auch im Ertrag niedergeschlagen. „Beim Weizen, der wichtigsten Getreideart und mit der größten Anbaufläche hier bei uns in NRW, lag der Durchschnittsertrag unter den Ergebnissen der vergangenen 30 Jahre“, sagte die Ministerin.

 

Wie in NRW die einzelnen Getreidearten beim Ertrag abgeschnitten hatten, erläuterte Kammerpräsident Werring. Beim Winterweizen lag der Durchschnitts-ertrag in NRW bei etwa 71 dt/ha und damit 15 % unter dem fünfjährigen Mittelwert. Die Wintergerste war mit 70 dt/ha ebenfalls deutlich unterdurchschnittlich. Der Ertrag von Roggen lag mit rund 5,8 t etwa 10 % unter dem langjährigen Mittel. Dagegen lag der Ertrag der Triticale mit ungefähr 6,3 t nur knapp unter dem langjährigen Schnitt. Erfreulich abgeschnitten hat nach Angaben des Kammerpräsidenten die Sommergerste, deren Ertrag oberhalb des langjährigen Durchschnitts lag. Ebenfalls sehr erfreulich ist die Entwicklung beim Hafer. Hier lag der Ertrag bei rund 5,5 t und damit deutlich oberhalb des langjährigen Mittels von 4,8 t.

 

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