Unter anderem mit einer weiteren Ausdehnung der ökologisch bewirtschafteten Flächen will die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten. Das geht aus dem Zehn-Punkte-Plan hervor, den sie vergangene Woche in den Kabinettsausschuss „Klimaschutz“ eingebracht hat. Ihr Vorschlag sieht vor, Rechtsvorschriften zugunsten von umweltfreundlichen Verfahren wie dem Ökolandbau oder anderer besonders nachhaltiger Verfahren der Landbewirtschaftung weiterzuentwickeln sowie die rechtliche und finanzielle Förderung zu verstärken. Das Agrarressort sieht dabei ein Minderungspotenzial von 0,4 Mio. t bis 1,2 Mio. t CO2-Äquivalente. Weitere Treibhausgaseinsparungen verspricht sich Klöckner über das Bundesprogramm Energieeffizienz, den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, die Reduzierung der Stickstoffüberschüsse und -emissionen, die Vermeidung von Lebensmittelabfällen oder den Humusaufbau im Ackerland. Klöckner lobte die Einsetzung des „Klimakabinetts“ als „richtig und wichtig“. Klimaschutz müsse ressortübergreifend angegangen werden. Laut der beauftragten Vorsitzenden des Kabinettsausschusses „Klimaschutz“, Bundesumweltministerin Svenja Schulze, sollen bis Ende Mai alle zuständigen Fachminister aus den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft Vorschläge zur Erreichung der Klimaziele 2030 vorlegen. Daraus soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte nach der ersten Sitzung des Kabinettsausschusses mit, dass die Bundesregierung weiterhin den Klimaschutzplan 2050 vollständig umsetzen wolle. Nach wie vor werde am Ziel festgehalten, bis zum Jahresende ressortübergreifend Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030 zu erarbeiten. AgE