Nach vielfach schwierigem Start traf Mais 2023 in Nordrhein-Westfalen auf gute Wachstumsbedingungen. In den Landessortenversuchen mit Körnermais wurden zum Teil Spitzenerträge erzielt. Wie die einzelnen Sorten mit diesen Bedingungen zurechtkamen, beschreiben Norbert Erhardt und Claudia Tendyck, Landwirtschaftskammer NRW.
Nach dem nassen März und anhaltend feuchten Bedingungen im April dieses Jahres musste Mais oft unter schwierigen Bedingungen gesät werden. Im Extrem kam der Mais erst um den Monatswechsel Mai/Juni in die Erde. Wo früher gesät werden konnte, litten die Bestände im Auflaufen nach lokalen Starkniederschlägen häufig unter Verschlämmungen.
Vier Wochen Hochsommer im Juni konnten die Pflanzen aber nutzen, um Entwicklungsrückstände infolge verspäteter Saattermine zu kompensieren. Und termingerecht zum Reihenschluss und Längenwachstum gab es ab der letzten Junidekade wieder Regen. Die Wasserversorgung der Maisbestände war in NRW dann bis zur Ernte immer gegeben.
Mit der kurzen Hitzeperiode zum 10. Juli gingen erste Bestände in die Blüte über. Gemessen ab dem 25. April konnte Mitte Juli die zweithöchste Temperatursumme – Basis 6 °C – nach 2018 gemessen werden. Auch am Versuchsstandort Nörvenich, wo die Versuche erst am 22. Mai gesät wurden, blühten mittelfrühe (S/K 230 bis S/K 250) und mittelspäte (S 260 bis S 280) Sorten noch im Juli und starteten damit termingerecht in die Kornfüllungsphase. Das Abreifemonitoring der Landwirtschaftskammer zeigte dann Ende August bereits eine frühe Reife der Maisbestände. Dabei war deutlich zu erkennen, dass die Körnerreife der Abreife von Blättern und Stängeln deutlich vorauslief.
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