Wie wirken sich Kompost-, Champost- und Geflügeltrockenkotgaben langfristig auf das Bodenleben, den Humus- und Nährstoffgehalt und damit auf die Entwicklung und den Ertrag der angebauten Kulturen aus? Zu diesem Zweck legte die Landwirtschaftskammer einen Langzeitversuch an. Holger Fechner, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, berichtet, was sich in den letzten 20 Jahren auf den Flächen getan hat.
2003 startete damals noch die Landwirtschaftskammer Rheinland ihren standorttreuen Dauerversuch in der Köln-Aachener Bucht in Kerpen-Buir, südliches Rheinland. Wenige Jahre da rauf wurde er von der LWK NRW bis heute weitergeführt. Die Versuchsfläche befindet sich in der Bördelandschaft, die von fruchtbaren Böden, meist aus Löss bestehend, geprägt ist. Die durchschnittlichen Jahresniederschläge liegen bei knapp 800 mm, die durchschnittliche Jahrestemperatur bei 9,8 °C.
Diese Kennzahlen weisen auf ein warm gemäßigtes Klima mit ausreichend Niederschlag einerseits und einer geringen Anzahl an Frosttagen im Jahr hin. Bei der konkreten Bodenansprache kann für die Versuchsfläche als Bodentyp eine tiefgründige Braunerde mit einer Ackerzahl von 80 Bodenpunkten festgehalten werden. Insgesamt handelt es sich bei der Versuchsfläche also um einen Gunststandort mit sehr hoher Ertragskraft und einem hohen Umsatz der organischen Biomasse.
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