Kann Kompost im Unterboden, der bei der Tiefenlockerung eingebracht wird, die Bodenfruchtbarkeit verbessern? Dr. Oliver Schmittmann vom Institut für Landtechnik der Universität Bonn stellt aktuelle Versuche vor.
Seit vielen Jahrzehnten geht der Trend zur Reduzierung der Bodenbearbeitungsintensität: flach, energiesparend und so extensiv wie möglich. Was dabei oft vernachlässigt wurde, ist die Funktion des Unterbodens. Er stellt ein riesiges Reservoir an Nährstoffen dar und ist der Raum, in dem der Pflanze bei Trockenstress Wasser angeboten werden kann. Der Unterboden kann also als eine Option für „schlechte Zeiten“ angesehen werden, vorausgesetzt, die Pflanze wurzelt auch entsprechend tief.
Ein wesentlicher Effekt einer mechanischen Tiefenlockerung wird durch die geringere Bodendichte im Unterboden bewirkt: Die Wurzelentwicklung der Pflanze wird gefördert, die Infiltrationskapazität erhöht und damit der Zugang der Wurzeln zu tieferen Wasser- und Nährstoffspeichern gefördert. Rein technische Verfahren der tiefen Bodenbearbeitung zur Melioration sind kritisch zu sehen.
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