Krautregulierung bleibt die Herausforderung

Foto: Dr. Marianne Benker

Eine bislang turbulente Kartoffelsaison mit späten Pflanzungen, massiven Auflauf-problemen und sehr ungleichmäßig entwickelten Beständen neigt sich langsam dem Ende zu. So schwierig die Saison begann, so schwierig bleibt sie bis zum Schluss, denn Neuzuwachs und Wiederergrünen machen die Krautregulierung dieses Jahr zum Problem. Dr. Marianne Benker, Landwirtschaftskammer NRW, hat Lösungsvorschläge

Grund für die schwierige Krautregulierung in diesem Jahr ist die Witterung. Die nach der langen Trockenphase gefallenen Niederschläge führten zur schnellen und übermäßigen Freisetzung der Nährstoffe im Boden. Starker Neuzuwachs, Zweitansätze, Wiederergrünen sowie Durch- und Zwiewuchs sind die Folgen und die Witterung bleibt weiterhin unberechenbar. Solche im Wuchs angeregten Kartoffeln erschweren die Krautregulierung, auch neigen sie zu verstärktem Wiederaustrieb.

Weiterhin problematisch sind die aktuell hohen Bodenfeuchten mit der Folge von offenen Lentizellen. Im trocken-heißen Juni waren die Unterwassergewichte witterungsbedingt zu hoch, durch die ergiebigen Niederschläge sinken sie hoffentlich nicht zu stark ab. Aktuell weisen die Bestände entweder hohe Ansätze mit zu kleinen Knollen oder geringe Ansätze mit wenigen, aber zu großen Knollen auf. Die Krautregulierung wird in diesem Jahr zur großen Herausforderung. Wie agieren?

Mehr lesen Sie in LZ 32-2023 ab S. 16