Die letzte Novemberwoche war auch im vergangenen Jahr in der Fachschule Köln-Auweiler von geschäftigem Planen, Tüfteln und Recherchieren geprägt. Im Rahmen der Projektwoche konnten die knapp 90 Studierenden der Fachschule ihre Zeit, statt mit regulärem Unterricht, mit der Arbeit an frei ausgewählten Projekten verbringen.
Eine Gruppe bestehend aus drei Studierenden der Oberstufe nutzte die Zeit zur Restaurierung eines Schleppschuhgestänges. Das Team – bestehend aus Leonard Kotthaus, Bastian Halswick und Justus Glowienka – setzte sich als Ziel, ein gebraucht erworbenes Gestänge für die termingerechte Ausbringung von Gülle auf eigenen Flächen zu restaurieren.
Die Studierenden Christan Büenfeld, Simon Platner und Jakob Brinkmann aus der Unterstufe befassten sich mit einer ganz anderen Idee. Unter dem Motto „Landwirtschaft informiert“ entwarfen die drei Studierenden sechs Infoschilder zur Errichtung an Feldrändern. Sie klären damit über Themen wie den Pflanzenschutz, die Leinenpflicht in Brut- und Setzzeiten sowie die Haltung von Geflügel in Mobilställen auf. Mit einem einheitlichen Layout entwarf die Gruppe mit ihrem Projekt ein übertragbares Baukastensystem, das auch in Zukunft für weitere Themenbereiche genutzt werden kann.
Neben Bauprojekten für den Ackerbau kam auch der Bereich Tierhaltung in der Projektwoche nicht zu kurz. Jan Drossner, Niklas Siebel und Jannik Stümper engagierten sich im Bereich Klauenhygiene. Mit einer selbst gebauten Klauendusche freuen sich die drei Studierenden, die Klauengesundheit in der Herde zukünftig zu verbessern.
Auch die Thematik des Klimawandels und damit verbundene Wetterextreme wie andauernde Dürre spiegelte sich durch ihre zunehmende Relevanz in den Interessen der Studierenden wieder. Niklas Steiger und Mirko Marcinkowski beschäftigten sich mit Agroforstsystemen, um für die Zukunft besser gerüstet zu sein und neue Systeme perspektivisch zu beleuchten. Das Team stellte heraus, dass es sich bei Agroforst eigentlich um ein altes Konzept der Landbewirtschaftung handelt. Die aufgezeigten Vor- und Nachteile wurden ihnen durch den Besuch eines Betriebs, der Agroforst versuchsweise ausprobiert, verdeutlicht. Letztendlich kamen sie zu dem Schluss, dass es aufgrund des Klimawandels darum gehen muss, sich auf Neues einzulassen, es zu hinterfragen und im Kleinen pioniermäßig auszuprobieren.
Neben diesem kleinen Ausschnitt aus den insgesamt mehr als 30 Projekten bearbeiteten die Studierenden der Fachschule Köln-Auweiler eine große Vielfalt und Bandbreite an Themen. Dadurch konnten neben dem Fachwissen auch die ein oder andere praktische Fähigkeit sowie die regionale Vernetzung gestärkt werden. Der Abschluss der Projektwoche war kurz darauf der Tag der offenen Tür am 7. Dezember. Dank vieler neugieriger Besucher konnte die Fachschule mit den Projektpräsentationen Einblicke in das Fachschulleben geben und sorgte für angeregten Austausch.
Gesa Schmidt