Die Länder haben die Bundesmittel in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) auch im vergangenen Jahr nicht vollständig abgerufen. Insgesamt wurden 2023 rund 196 Mio. € der Gesamtsumme von 1,13 Mrd. € nicht in Anspruch genommen. Lediglich Bayern sei es als einzigem der 16 Bundesländer gelungen, nahezu die gesamten zugewiesenen GAK-Mittel in Anspruch zu nehmen, stellte Dilcher fest. Die Länder müssen die GAK-Mittel des Bundes in der Regel mit 40 % kofinanzieren. Darauf hat die SPD-Berichterstatterin für den Etat des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL), Esther Dilcher, hingewiesen. Dies sei umso erstaunlicher, als alle Länder und die Opposition im Haushaltsverfahren 2024 über Kürzungen in der Gemeinschaftsaufgabe geklagt hätten. Der Haushaltsausschuss hatte im vergangenen November in seiner ersten Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2024 beschlossen, dass Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe, die bis zum 31. August 2024 nicht abgerufen worden sind, unter den Bundesländern verteilt werden.