LAG stellt sich neu auf

Foto: Brigitte Wenzel

Nach einer Durststrecke, die mit Videokonferenzen zum Thema GAP und Nutztierstrategie überbrückt wurde, trafen sich Mitglieder und Gäste der Landes-arbeitsgemeinschaft der Landjugend Nordrhein (LAG) bei ihrem Vorsitzenden Thomas Decker auf dem Hof zum Grillen und vor allem: zum persönlichen Austausch! Lange Zeit gab es für die meisten in der Gruppe wenig mehr als die tägliche Arbeit. Da die LAG sich in diesem Jahr neu aufstellt, war ein persönliches Treffen überfällig und so gab es ein Wiedersehen beziehungsweise Kennenlernen auf dem Kreuzhof in Pulheim. Hier betreibt der LAG-Vorsitzende mit seinem Vater einen Ackerbaubetrieb mit Kartoffeln, Getreide, Zuckerrüben, Rollrasen und Quinoa. Er stellte gemeinsam mit seiner Frau Verena, die das Marketing von „Kinoa“ übernommen hat, diese hierzulande neue Ackerfrucht vor und beschrieb die damit zusammenhängenden Herausforderungen.

Was bringt eine Mitgliedschaft in der LAG? Das Schöne an der LAG: Sehr ungezwungen können sich junge Menschen aus der Landwirtschaft kennenlernen und über Betriebszweige und agrarpolitische Entwicklungen austauschen.

Die LAG besteht traditionell aus Vertretern der verschiedenen Landjugenden, der Rheinischen, der Evangelischen und auch der Katholischen Landjugend. Aber auch wer keiner der drei Gruppen angehört, ist hier herzlich willkommen. Man trifft sich zu Fachvorträgen, Betriebsbesichtigungen oder zu Weiterbildungen zum Beispiel zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Vieles kann, nichts muss, so ist eigentlich das Motto. Mitgliedsbeitrag gibt es keinen, nur Inte-resse für agrarpolitische Entwicklungen sollte man haben und sich nicht scheuen, sich einzumischen, oder zumindest den Willen haben, das zu erlernen.

Eine gute Gelegenheit bietet zum Beispiel das jährliche Gespräch mit der Landwirtschaftsministerin oder dem -minister. Die LAG-Mitglieder sind zwischen 20 und 35 Jahre alt. Sie vertreten über die LAG die Gruppe der jungen Menschen aus der Landwirtschaft beim vlf, in der Jury von „Unser Dorf hat Zukunft“, beim Verein Stadt und Land und im Ministerium, zum Beispiel beim ELER-Begleitausschuss oder dem ZeLe (Zentrum für Ländliche Entwicklung). Wichtige Gruppen, in denen die LAG mitreden darf, sind zudem die Beiräte der Landwirtschaftskammer und die Fachausschüsse des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes.

Man muss gar nicht so viel Zeit investieren, um einen groben Überblick zu bekommen, was sich rund um die Landwirtschaft und den ländlichen Raum alles tut und wie Politik funktioniert. Dieses Wissen kann jeder Einzelne nicht zuletzt für seinen eigenen beruflichen Weg gut nutzen. Letztendlich hat man viele Chancen, sich breiter zu informieren, eine Meinung aus der Sicht der Jugend auf dem Land aus der Agrarbranche abzugeben und nicht zuletzt: ein Netzwerk zu knüpfen. Ein Netzwerk, das im Alltag trägt.

Im September soll nun ein neuer Vorsitzender oder eine neue Vorsitzende gewählt werden. Dies soll nach Möglichkeit bei einem weiteren persönlichen Treffen stattfinden, bei dem zunächst die noch neu zu besetzenden Posten in den verschiedenen Gremien zur Wahl stehen. Die auf diesem Weg ermittelten LAG-Mitglieder wählen dann ihre oder ihren Vorsitzenden.

Interessiert? Wer in den Verteiler aufgenommen werden will, um über die Termine der LAG (gerne auch als Gast)informiert zu sein, melde sich bitte bei brigitte.wenzel@rlv.de.