Land im Streubesitz

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Das Landeigentum ist in Deutschland breit verteilt. Das zeigt eine Untersuchung, die Andreas Tietz und Lena Hubertus vom Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen durchgeführt haben. Danach gehören rund 80 % der Landwirtschaftsfläche natürlichen Personen.

 

Hochgerechnet haben bundesweit etwa 2,3 Mio. Menschen Landeigentum von mehr als einem halben Hektar. Die meisten davon sind keine Landwirte: Etwa 45 % der Landwirtschaftsfläche gehören natürlichen Personen, die nicht der Landwirtschaft zuzuordnen sind. Rund 33 % entfallen auf landwirtschaftliche Familienbetriebe und 8 % auf landwirtschaftliche Unternehmen. Der öffentlichen Hand einschließlich der Kirchen sind im Durchschnitt gut 11 % der Landwirtschaftsfläche zugeordnet.

 

Nach den Ergebnissen der Braunschweiger Wissenschaftler ist Land­eigentum überwiegend lokal verankert: Gut zwei Drittel der Landwirtschaftsfläche in privater Hand gehören Personen und Unternehmen mit Sitz in derselben Gemeinde, in der das Grundstück liegt. Im selben Bundesland liegen rund 90 % der Flächen. Nur 0,4 % der Landwirtschaftsfläche sind im Eigentum von Personen und Unternehmen mit Sitz im Ausland.

 

Laut Studie sind in NRW 86,3 % der Flächen in der Hand natürlicher Personen. Ihnen gehören durchschnittlich 7,0 ha pro Person. Bund und Land gehören zusammen 2,2 % der Flächen und 1,8 % sind Eigentum von Religionsgemeinschaften. Den Kommunen gehören laut Thünenstudie in dem Bundesland 3,6 % der Flächen. 0,5 % sind im Besitz von Naturschutzorganisationen. Insgesamt 47,5 % gehören in NRW landwirtschaftlichen Unternehmen (2,7 %) oder landwirtschaftlichen Familienbetrieben (44,7 %). Bei 40,7 % der Flächen sind natürliche Personen Eigentümer.

 

Die ausführliche Studie kann auf der Website des Thünen-Instituts heruntergeladen werden: https://www.thuenen.de/de/thuenen-institut/infothek/schriftenreihen/thuenen-report

 

AgE/ds