Vor zusätzlicher Lebensmittelverschwendung aufgrund von Hamsterkäufen in der aktuellen Corona-Krise hat die ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Ursula Schulte, zum „Tag der Lebensmittelverschwendung“ gewarnt. In den zurückliegenden Wochen hätten Hamsterkäufe, steigende Obst- und Gemüsepreise sowie Tafel-Schließungen sogar hierzulande dazu geführt, dass sozial benachteiligte Menschen Probleme bei der Lebensmittelversorgung hätten. Jeder sei deshalb aufgerufen, seine eilig aufgestockten Vorräte noch einmal anzuschauen und zu überlegen, ob er davon etwas an Bedürftige abgeben könne, bevor es am Ende in den Abfall wandere. Lebensmittelverschwendung sei ethisch nicht akzeptabel, vergeude in hohem Maße Ressourcen und belaste die Umwelt. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast machte darauf aufmerksam, dass die Wertschätzung regional erzeugter Lebensmittel durch die Corona-Pandemie gestiegen sei. Die Krise zeige aber auch, dass „wir mehr Versorgungssicherheit durch eine Stärkung der heimischen Produktion sowie des regionalen Handwerks und der hiesigen Lebensmittelindustrie brauchen“.