Im vergangenen Jahr auf dem Deutschen Landfrauentag in Fulda wurden Anke Eden-Jürgens aus Hohenkirchen in Friesland und Marlies Wollschläger aus Kleve als „Landfrauen des Jahres 2022“ geehrt. Als feststand, dass die Klever Landfrauen 2023 eine Mehrtagesfahrt nach Bremen und Bremerhaven machen würden, vereinbarten die beiden ein Treffen ihrer Landfrauengruppen. Vergangene Woche traf der Bus mit 44 Klever Landfrauen in Jever ein und vier Gästeführerinnen aus den Reihen der friesischen Landfrauen führten sie bei Kaiserwetter durch ihre wunderschöne „Marienstadt“. Wobei sich der Beiname hier auf „Fräulein Maria“ bezieht, die letzte rechtmäßige Herrin der Stadt, die für ihre Heimat so viel bewegt hat, dass sie heute noch verehrt wird.
Gestärkt mit einem Antipasti-Buffet in der Altstadtbrauerei ging es am Nachmittag stadtauswärts Richtung Deich. Unterwegs gab es viele interessante Infos über das Leben im Marsch- und Geestland. Auf dem Deich angekommen, genossen die Frauen die Aussicht auf die Jade und sahen am Horizont das schwimmende LNG-Terminal „Höegh Esperanza“. In Schillig wurden die Gäste vom Niederrhein mit großem Glockengeläut in der „Kirche am Meer“ empfangen. Hier überraschte Pfarrer Lars Bratke die Landfrauen mit einer kleinen, sehr berührenden Andacht. Gänsehautmomente gab es auch, als zum Abschluss im großen Kreis um den Altar das irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“ gesungen wurde.
Anschließend hatten die Landfrauen des Ortsvereins Hohenkirchen im Pfarrheim die Kaffeetafel gedeckt und es gab bei leckerem selbst gebackenen Kuchen viele gute Gespräche zwischen Landfrauen aus Friesland und vom Niederrhein, sodass sich nun beide Seiten auf den Gegenbesuch in Kleve freuen.
Marlies Wollschläger