BDL-Jugendveranstaltung auf der Grünen Woche mit deutsch-französischer Ministerrunde: „Wir stehen für Frieden, für Freundschaft, für Europa. Wer noch?“ Weiter kam Sebastian Schaller, der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), nicht. Rund 2 500 junge Menschen hielt nichts mehr auf ihren Plätzen: Mit einem Meer aus europäischen, deutschen und französischen Fähnchen setzten sie ein Zeichen, ein spür- und hörbares Bekenntnis für die Europäische Union, das auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihren französischen Amtskollegen, Ministre de l‘Agriculture Didier Guillaume, begeisterte. Der größte Jugendverband im ländlichen Raum hatte am Sonntag vorvergangener Woche auf die Grüne Woche
geladen, um die deutsch-französische Freundschaft zu feiern und für ein gemeinsames Europa einzutreten. Die beiden BDL-Bundesvorsitzenden würdigten den Élysée-Vertrag als Grundlage und Startpunkt der EU. „Es sind deutsch-französische Ferienfreizeiten und langjährige Kooperationen, die seither die Austauschprogramme des Deutsch-Französischen Jugendwerks beleben und die grenzüberschreitende Freundschaft festigen“, so Kathrin Muus und Sebastian Schaller. „Die gemeinsame Gestaltung von Agrarpolitik und der Entwicklung ländlicher Regionen in Europa hat den Boden bereitet. Einen fruchtbaren Boden, auf dem Freundschaft, Zusammenhalt und Frieden wachsen konnten“, resümierte Julia Klöckner bei der BDL-Jugendveranstaltung auf der Grünen Woche. Agrarminister Didier Guillaume ergänzte: „Ohne euch wird es keine Zukunft für die deutsche und französische Landwirtschaft und die ländlichen Räume geben, denn ohne euch gibt es keine Möglichkeit, die Menschen zu ernähren und für Frieden zu sorgen. Ihr seid die Zukunft, die diese europäische Idee weiterträgt und gestaltet. Es leben die Junglandwirte, es lebe die Jugend“, schloss er sein enthusiastisches Grußwort.
Beide Politiker versicherten, dass ihre Ministerien den ungen Menschen zur Seite stehen und ländliche Regionen attraktiv halten. Didier Guillaume: „Wir müssen städtische und ländliche Welt versöhnen und Europa als Ganzes einigen. Lasst uns das gemeinsam anpacken.” Der Präsident des Europäischen und Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, und die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbands (dlv), Brigitte Scherb, unterstützten sie in ihrem Statement. „Für Europa wählen zu gehen, muss am 26. Mai für jeden selbstverständlich sein. 70 % der EU sind ländliche Räume. Bei der Wahl geht es um eure Zukunft, um Demokratie und Freiheit“, waren sie sich einig. Zugleich, und auch das nahm das junge Publikum mit, bleiben beide Verbände wichtige Verbündete, wenn es darum geht, für die Perspektiven ländlicher Regionen und des landwirtschaftlichen Berufsstands zu streiten. BDL/ke