Landwirte investieren immer weniger

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Die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland schrauben ihre Investitionen offensichtlich immer weiter zurück. Wie die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt berichtete, nahm die Inanspruchnahme von Förderkrediten in der Sparte „Landwirtschaft“ im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 303 Mio. € oder 27,4 % ab und lag bei nur 801 Mio. €. In der ersten Jahreshälfte 2021 hatte sich das Volumen der betreffenden Programmkredite noch auf 1,301 Mrd. € belaufen; der Rückgang dazu beträgt gut 38 %. Die Betriebe fragten nach Angaben der Rentenbank zuletzt vor allem weniger Darlehen für den Grunderwerb und Wirtschaftsgebäude nach. Unsicherheiten über die künftigen politischen Rahmenbedingungen, höhere Zinsen und volatile Märkte wirkten sich offenbar zunehmend auf die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft aus, stellte Vorstandsprecherin Nikola Steinbock dazu fest. Dies sei insbesondere in der Tierhaltung zu spüren. Hinzu komme, dass „wir uns mitten in der Transformation zu einer klimaneutralen und nachhaltigeren Wirtschaft befinden“. Vieles sei unsicher und werde noch diskutiert. Steinbock wies da­­rauf hin, dass die Förderangebote der Bank immer wieder angepasst würden. „Dazu sind wir im engen Austausch mit der Branche“, so die Bankerin. Einen Einbruch der Nachfrage nach ihren Programmkrediten erlebte die Landwirtschaftliche Rentenbank in der Sparte „Erneuerbare Energien“. Auch in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ verbuchte die Rentenbank einen Rückgang, insbesondere bei Maschinen- und Gebäudefinanzierungen.