Ab sofort können in Nordrhein-Westfalen die LEADER-Regionen Fördergelder für ihre Projekte beantragen. Eine entsprechende Förderrichtlinie ist Anfang vergangener Woche in Kraft getreten. Wie das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium mitteilte, können von den Geldern nun 28 Zusammenschlüsse aus Dörfern und Gemeinden der ländlichen Regionen im Bundesland profitieren und Projekte zur Förderung des ländlichen Raumes verwirklichen.
Bis 2020 stünden den ausgewählten Regionen hierfür insgesamt rund 75 Mio. € zur Verfügung. Landwirtschaftsminister Johannes Remmel betonte, Zielsetzung von LEADER sei es, die Wirtschaftskraft zu stärken und einer hohen Lebensqualität gute Zukunftsperspektiven zu geben. Dies solle gemeinsam mit den Bürgern geschehen. Den Vorteil von LEADER sieht der Minister darin, dass der große bürgerschaftliche Zusammenhalt und die Identifikation mit der eigenen Heimat genutzt würden, um innerhalb der Bürgerschaft Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Laut Agrarressort zeigen die ausgewählten Entwicklungsstrategien der LEADER-Regionen Lösungsansätze für alltägliche Probleme, die etwa entstehen, wenn das letzte Geschäft im Dorf geschlossen wird. Darüber hinaus würden Strategien entwickelt, um Fachkräfte für die mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum zu finden und zu halten, Investoren für neue Arbeits- und Einkommensquellen zu gewinnen oder sich mit den Folgen des demografischen Wandels auch auf dem Land auseinanderzusetzen.