Lebensmitteleinzelhandel

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das war Balsam für die Seele vieler Landwirte: Die Aktion gegen Schleuderpreise und für mehr Wertschätzung der Lebensmittel am Mittwoch vergangener Woche kam total gut in der Öffentlichkeit an. Lesen Sie dazu den Bericht ab S. 8. Nicht nur die Medien berichteten ausführlich den ganzen Tag über Dumpingpreise, sondern auch die Verbraucher zeigten viel Verständnis für die Situation der Landwirte. Die Landwirte konnten erfolgreich verdeutlichen, dass die Erzeugerpreise immer weiter sinken und sie immer weniger für Lebensmittel bekommen.

Es ist wohl allen klar, dass die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) viel zu groß ist und die Verhandlungsposition der Erzeuger denkbar schlecht. Landwirte können ja nicht einfach in den Streik treten. Die Mitbewerber aus den EU-Nachbarstaaten würden einfach in die Lücke schießen und nachliefern. Eine Lösung des Problems ist nicht in Sicht. Es hätte niemals zu der starken Konzentration des LEHs kommen dürfen. Aber weder die Kartellbehörden noch die Politik haben dies verhindert und lassen auch aktuell bei der Fusion von Edeka und Tengelmann die Bauern im Stich. Gegen die weitere Konzentration des LEH haben die Bauern daher jetzt eine Unterschriftenaktion gestartet (siehe S. 4). Wer die regionalen Strukturen erhalten will und auch morgen noch Bauern in seiner Heimat haben möchte, sollte die heimische Landwirtschaft dringend unterstützen, meint

Ihre LZ-Redaktion

Andrea Bahrenberg