Mehrere Supermarktkonzerne im Vereinigten Königreich haben vor Engpässen bei der Lebensmittelversorgung in Nordirland als Folge des Brexit gewarnt. Laut Medienberichten vom Mittwoch vergangener Woche forderten die Geschäftsführer von Lebensmitteleinzelhandelsketten wie Tesco, Sainsbury’s, Asda und Marks & Spencer in einem gemeinsamen Schreiben an den britischen Kabinettsminister Michael Gove die Regierung in London auf, eine „erhebliche Lieferunterbrechung“ in den kommenden Monaten zu verhindern. Bereits am 31. März ende die Schonfrist, die vereinfachte Kontrollen bei der Lebensmittellieferung nach Nordirland ermögliche. Hier sei eine frühzeitige Einigung auf eine Langfristlösung mit der EU erforderlich. Außerdem werde mehr Zeit für den Aufbau des neuen Handelssystems und Hilfe bei der Bewältigung der neuen bürokratischen Hürden bei den Zoll- und Lebensmittelkontrollen benötigt. Anderenfalls seien Lieferengpässe unvermeidlich. Großbritannien hat zum Jahreswechsel den EU-Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Berichten britischer Medien zufolge waren in der vergangenen Woche bereits Regale einiger Supermärkte in Nordirland leer, da es wegen der neuen bürokratischen Hürden Schwierigkeiten bei der Einfuhr frischer Waren aus Großbritannien gegeben habe.