Leichter Anstieg des Saatgutwechsels

Die deutschen Landwirte haben im Wirtschaftsjahr 2015/16 einen höheren Anteil an zertifiziertem (Z-)Saatgut eingesetzt. Wie der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS) am vergangenen Freitag mitteilte, wurde in der vergangenen Anbausaison auf 58 % der Getreidefläche von insgesamt 5,9 Mio. ha Z-Saatgut genutzt. Dies war im Vergleich zu 2014/15 ein Anstieg um erneut 2 Prozentpunkte. Außerdem wurde der durchschnittliche Saatgutwechsel der vergangenen zehn Jahre um 3 Prozentpunkte übertroffen. Im Einzelnen stieg die Kennzahl für Sommer­getreide von 59 % auf 61 % und für Winter­getreide von 55 % auf 58 %. Der Vorsitzende des GFS-Beirats, Thomas Blumtritt, zeigte sich angesichts dieser positiven Entwicklung erfreut. „Beim ­Einsatz von Z-Saatgut profitiert der Landwirt direkt vom Mehrwert durch ­garantierte Saatgutqualität und beste Genetik“, betonte Blumtritt. Trotzdem ­müsse noch mehr Z-Saatgut eingesetzt werden, denn ein hoher Saatgutwechsel garantiere in Kombination mit flächen­deckend entrichteten Nachbaugebühren zukünftige Investitionen der Saatgutkette in Deutschland.