Die Zusammensetzung des vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMUV) ins Leben gerufenen „Dialognetzwerks zukunftsfähige Landwirtschaft“ steht fest. Wie die Ministerien vergangene Woche mitteilten, setzt sich das Gremium aus 50 Personen zusammen, die im Rahmen ihrer zunächst auf vier Jahre begrenzten ehrenamtlichen Tätigkeit regelmäßig zusammenkommen sollen. Ausgewählt wurden die Mitglieder nach Ressortangaben aus mehr als 350 Bewerbungen anhand von Kriterien wie Standort, Betriebsform und Betriebsausrichtung. Für Anfang Dezember haben die Ressortchefs Cem Özdemir und Steffi Lemke zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen.
Grundsätzlich soll das Netzwerk in verschiedenen Formaten „wichtige Zukunftsfragen“ erörtern. Der erste Austausch steht unter dem Motto „Landwirtschaft im Klimawandel – Ansätze und Wege zur Senkung der Treibhausgasemissionen und zur Stärkung ihrer Resilienz“. Laut der Ministerien sollen im Hinblick auf künftige Gesetzgebungsvorhaben in relevanten Themen und Handlungsgebieten der Agrar- und Umweltpolitik praxistaugliche sowie betriebs- und innovationsfördernde Hinweise erarbeitet werden. Agrarminister Özdemir hofft auf viele konkrete Ideen für eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Landwirtschaft. Nur gemeinsam könne es gelingen, die Landwirtschaftspolitik so zu gestalten, dass der Schutz von Klima, Arten und Ressourcenschutz genauso in den Blick genommen werde wie wirtschaftliche Perspektiven.
Das neue Netzwerk wird vom BMEL als Weiterentwicklung des 2017 gegründeten „Praktikernetzwerkes“ gesehen, das nun mit dem BMUV neu aufgesetzt wird. Die Mitglieder des „Dialognetzwerkes zukunftsfähige Landwirtschaft“ sollen als Betroffene zu einem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung von maßgeblichen Rechtsetzungsvorhaben einbezogen werden, heißt es aus dem BMEL. Die Diskussionen im Dialognetzwerk und die Sitzungen sind nicht öffentlich. Zudem werden die Teilnehmenden nicht namentlich mit ihren Äußerungen zitiert. Das BMEL will die Gesprächsergebnisse zusammenfassen, je nach Thema darüber allgemein berichten und die Ergebnisse in das weitere Verfahren einbeziehen.