Liquiditätsprobleme auch für Ackerbauern

Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) sehen auch auf die Ackerbauern ernsthafte Liquiditätsprobleme als Folge der deutlich rückläufigen Weizen- und Rapsernten in der Gemeinschaft zukommen. Am vergangenen Freitag begründeten sie diese negative Entwicklung vor allem mit dem schlechten Wetter; allerdings seien die Erträge in vielen Ländern auch durch Pflanzenschädlinge und -krankheiten beeinträchtigt worden. Deren Bekämpfung werde wegen der zunehmenden Resistenzbildung immer schwieriger, weil es nicht mehr genügend effektive Pflanzenschutzmittel gebe. Deshalb forderten die Ausschüsse erneut, die EU-Zulassungspolitik für Pflanzenschutzmittel zu überdenken. Außerdem stünden trotz der rückläufigen EU-Ernte die Getreidepreise als Folge der erwarteten globalen Rekorderzeugung unter Druck, was die finanzielle Situation der Bauern zusätzlich erschwere. In der Folge könnten sie nicht genügend zertifiziertes Saatgut oder Dünger für die nächste Anbausaison kaufen, sodass der Union eine weitere schlechte Ernte bevorstehen könnte, warnen COPA und COGECA.