Lobbyarbeit für Schafe, Rinder und Co.

Fotos: Annegret Keulen

Weidetierhalter aus ganz Deutschland haben am 6. September bei der Aktion „Tag der offenen Weide“ mitgemacht und die Mitbürger aus ihrer Region über die besonderen Herausforderungen ihrer Tierhaltungsform informiert. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung (FDS). Auch Schäferinnen und Schäfer an der Kommunalgrenze zwischen Königswinter und Hennef haben bei der Aktion mitgemacht. Dort im Wolfsgebiet Oberbergisches Land, dem jüngsten Wolfsgebiet in NRW, ist die Beweidung von Flächen sehr viel schwieriger geworden, denn die Schutzmaßnahmen vor dem Wolf kosten Geld und vor allem zusätzliche Arbeitszeit. Trotz dieses enormen Drucks ging es den Tierhaltern an diesem Tag darum, sachlich zu informieren und zugleich auch emotional zu bewegen. Dabei verzichteten die Schäfer auf grausige Fotos von Wolfsrissen und entsprechender Polemik. Stattdessen standen die persönlichen Schilderungen von den Veränderungen ihres eigenen Betriebsalltags im Vordergrund. So konnten sie viele Menschen erreichen und als Fans der Weidetierhaltung gewinnen. Laut Corona-Erfassungsliste, in die sich die Besucher eintragen mussten, hatten knapp 100 Besucher die Einladung der Tierhalter angenommen. Ähnliche Besucherzahlen wurden auch von den weiteren Veranstaltungsorten im Rheinland gemeldet. Annegret Keulen