Lösegeld kassiert

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Der Anfang Juni von einem Cyberangriff mit Ransomware betroffene Fleischkonzern JBS hat die Attacke nicht allein mit Hilfe von IT-Experten abgewehrt, sondern auch Lösegeld gezahlt. Wie die US-Tochtergesellschaft des brasilianischen Fleischgiganten am Mittwoch vergangener Woche mitteilte, wurde eine Summe von etwa 11 Mio. $ (9 Mio. €) an die Erpresser gezahlt, laut US-Medien in der Kryptowährung Bitcoin. Die Zahlung sei in Absprache mit internen IT-Experten und externen Cybersicherheitsexperten erfolgt, um unvorhergesehene Probleme im Zusammenhang mit dem Angriff abzuschwächen und sicherzustellen, dass keine Daten gestohlen werden. „Dies war eine sehr schwierige Entscheidung für unser Unternehmen und für mich persönlich“, erklärte der JBS-CEO in den USA, Andre Nogueira. Man sei jedoch der Auffassung gewesen, dass „diese Entscheidung getroffen werden musste, um potenzielle Risiken für unsere Kunden zu vermeiden“. Nach Angaben der US-Regierung hatte das Unternehmen eine Lösegeldforderung von einer kriminellen Cyberorganisation vermutlich mit Sitz in Russland erhalten. Die Attacke hatte die JBS-Produktion in Australien lahmgelegt sowie in Kanada und den USA beeinträchtigt.