Um den akuten Mangel an Säuglingsnahrung in den USA zu lindern, wurde mithilfe des US-Verteidigungsministeriums Säuglingsnahrung mit Notflügen in die Vereinigten Staaten gebracht. Laut der Tagesschau startete das erste Flugzeug mit mehr als 31 t spezieller Säuglingsnahrung im rheinland-pfälzischen US-Stützpunkt Ramstein und landete am Sonntag in Indianapolis. Wie das Weiße Haus mitteilt, hat US-Präsident Joe Biden dafür die „Operation Fly Formula“ ins Leben gerufen. Außerdem wird das ursprünglich für Kriegszeiten eingeführte Gesetz „Defense Production Act“ wieder angewendet, um die Produktion von Babymilchpulver anzukurbeln. Konkret wurde angeordnet, dass die Hersteller von Säuglingsmilchnahrung von Lieferanten bevorzugt vor anderen Kunden mit den nötigen Zutaten versorgt werden müssen. Babymilchpulver ist in den USA schon seit längerem knapp, der Ausfall eines Werkes des größten Herstellers Abbott wegen einer möglichen bakteriellen Verunreinigung hat die Mangelsituation noch einmal verschärft und verbreitet zu leeren Regalen in den Supermärkten geführt.