Nach den diesjährig schwierigen Bestellbedingungen präsentieren sich die Maisbestände in Nordrhein-Westfalen regional sehr unterschiedlich. Der Temperatursummenverlauf und erste Beprobungsergebnisse zeigen deutliche Abreifefortschritte zeitig gesäter Maisbestände, wie Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer NRW, berichtet.
Gute Bestände sind auf Standorten mit leichten Böden zu finden, die nicht unter Staunässe leiden. Hier konnte oftmals zeitig in der letzten Aprildekade gesät werden. Auf Standorten, die zur Verdichtung und Staunässe neigen, steht der Mais hingegen regelmäßig schlechter.
Vor allem auf Vorgewenden, in Spuren und Feldeinfahrten fallen die Pflanzen durch ein reduziertes Massenwachstum und die nachfolgend typischen hellgrünen Blätter und Stängel auf. Entsprechende Bestände sind schwerpunktmäßig auf Standorten mit besseren Böden zu finden. Hier zog sich auch die Aussaat deutlich in die Länge, da viele Flächen bis weit in den Mai hinein noch nicht befahrbar waren.
Diesbezüglich ist in NRW 2024 ein deutliches Ost-West-Gefälle auszumachen: An einzelnen Wetterstationen im Rheinland konnten nur für den Mai über 200 mm Regen gemessen werden. Im Extrem zog sich daher in den westlichen Landesteilen die Maisaussaat bis in den Juni hinein.
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