Maisabreife oft schon weiter fortgeschritten

In Abhängigkeit von Standort, Blühtermin und Wasserversorgung sind aktuell deutliche Unterschiede in der Entwicklung und im Abreifeverlauf der Maisbestände zu finden. Während vereinzelt schon die ersten Häcksler laufen, befinden sich spätere Saaten und späte Sorten oftmals noch voll in der Kolbenfüllung – zumindest dann, wenn die Bestände nicht unter Trockenstress standen oder stehen. Mehr zur aktuellen Maisabreife von Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Die Entwicklung der Maisbestände in NRW 2020 ist durch eine langsame Jugendentwicklung infolge der niedrigen Temperaturen im Mai und vielfach erneut durch eine angespannte Wasserversorgung geprägt. Wie an der Temperatursummenkurve zu erkennen ist, fiel auch der Juli kälter aus als im langjährigen Mittel. Zumindest Hauptfruchtmais zeigte nach dem Regen im Juni aber überall gute Befruchtungsergebnisse. Kolbenlose Pflanzen in Folge von Trockenstress, wie sie 2019 im Nordwesten und 2018 verbreitet zu finden waren, sind daher bei Hauptfruchtmais dieses Jahr sicherlich die Ausnahme. Die kühlen Julitemperaturen hatten allerdings eine ausgesprochen lange Blühphase zur Folge, sodass die Bestände zeitlich stark versetzt in die Kolbenfüllung starten konnten. Mit der Hitzewelle ab der zweiten Augustwoche bewegt sich die Temperatursummenkurve jetzt auf dem Niveau des langjährigen Mittels, was Erntetermine ab Mitte September für im April gesäten Mais erwarten lässt.

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