Maiszünsler im Anflug

Foto: Ursula Furth

Die Larve des Maiszünslers verursacht Bohr- und Fraßschäden in der Maispflanze. Bei massivem Befall bleiben Ertrags- und Qualitätsverluste nicht aus. Ursula Furth, Landwirtschaftskammer NRW, gibt einen Überblick, was gegen den Maiszünsler zu tun ist.

 

Typische Befallssymptome wie umgeknickte Fahnen der Maispflanzen, Bohrlöcher am Stängel und Kolben, aus denen Bohrmehl und Kot austreten, sowie Fraßgänge der Larven im Innern der Pflanze, wurden in der vergangenen Maissaison wieder in nahezu allen Maisbeständen in NRW in unterschiedlicher Befallsstärke beobachtet.

 

Der Maiszünsler ist ein relativ kleiner Schmetterling. Die Flügelspannweite der Männchen beträgt etwa 3 cm, die Weibchen werden etwas größer und sind mit einer zimtbraunen Färbung durch gezackte Querstreifen gekennzeichnet. Ab Mitte Juni schlüpfen die Falter aus den vorjährigen Maisstoppeln, in denen sie den Winter gut geschützt überdauert haben, und fliegen in die neuen Maisbestände.

 

Nach einem kurzen Vorflug der männlichen Falter folgen die Weibchen, die ihre Eier in Gelegen mit bis zu 40 Eiern dachziegelartig meist an die Blattunterseite der Maisblätter ablegen. Die daraus schlüpfenden Larven breiten sich kriechend aus. Auch mithilfe des Windes ist eine Ausbreitung möglich, wenn die Larven an Gespinstfäden hängend über kurze Entfernungen verweht werden. Zunächst fressen Larven Maispollen, nagen an den Blättern und bohren sich dann in den Stängel ein. Im Stängel fressen sie sich im Innern der noch jungen Maispflanze nach oben bis zur Fahne. Mit zunehmendem Alter orientieren sich die Larven wieder nach unten. Die Stängelknoten sind zum Durchbohren von innen oft zu hart, daher werden sie von außen umgangen und es entstehen weitere Aus- und Einbohrungen.

 

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