Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auweia, da hat die Bildzeitung sich aber etwas geleistet! Woher haben die Redakteure für ihren Bericht „Wie gut ist Bio wirklich?“ vom vergangenen Freitag die Infos genommen, fragt man sich, wenn man Aussagen liest wie: „Damit sich die Euter der Kühe nicht entzünden, mischen herkömmliche Landwirte vorbeugend jeden Tag Antibiotika ins Futter, das zu einem Teil in die Milch übergeht.“ Autsch! Das tut den Bauern in der Seele weh! „Konventionelle Landwirte bestellen ihre Äcker meist einseitig: Sie säen und ernten nur eine bestimmte Pflanze. Der Boden laugt aus, Nährstoffe gehen verloren. Außerdem düngen sie mit Kunstdünger, spritzen Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel“, heißt es weiter. Am Ende empfehlen die Verfasser: „Wer Wert auf Tierwohl legt, kommt an Biofleisch nicht vorbei. Wer unbelastetes Obst und Gemüse bevorzugt, ist bei Ware mit Biosiegel eher auf der sicheren Seite.“
Da haben einige Nichtregierungsorganisationen erfolgreich viele falsche Thesen verbreitet. Umso wichtiger ist es, dass die Landwirte selbst aktiv werden und ihre Botschaften an den Mann bringen. Mit der RLV-Kampagne „Wir machen“ ist das schon ganz gut gelungen (siehe S. 11). In dieser Woche startet der Deutsche Bauernverband auch eine Medienaktion mit dem Titel „Wir machen das Frühstück“, an der sich die rheinischen Landwirte beteiligen werden. Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern dranbleiben! Dazu ermuntert Sie herzlich,
Ihre LZ-Redaktion
Andrea Bahrenberg