Mehlspende für die Ukraine

Foto: Margret Klose

Um den Menschen in der Ukraine zu helfen, hat die Erzeugergemeinschaft der Rheinbauern mit Sitz in Erftstadt jetzt 1 t ihres Rhein-Getreides als Spende zur Verfügung gestellt. Die Erzeugergemeinschaft ist ein Zusammenschluss von landwirtschaftlichen Familienbetrieben, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Lebensmittel wieder in der Region zu produzieren. Dazu gehört für sie auch, dass ihr Getreide regional zu Mehl gemahlen wird. Deswegen fahren sie ihre Erzeugnisse zur Horbacher Mühle nach Neunkirchen-Seelscheid. „Die arbeiten dort allerdings zurzeit an ihrer Kapazitätsgrenze“, berichtete Rheinbauer Martin Richrath. Durch Krankheitsfälle im Unternehmen, aber auch wegen der erhöhten Nachfrage hätten sie die ersten 200 kg Rheinmehl für die Ukraine schon außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit gemahlen.

Auf dem Hof von Martin Richrath in Dirmerzheim wurden kürzlich die ersten 200 kg des frisch gemahlenen Rheinmehls an den gerade in Hürth gegründeten Verein „Life Cologne“ überreicht. „Diese Aktion soll jetzt erst einmal fünf Mal in Folge wiederholt werden“, erklärte Martin Richrath stellvertretend auch für alle Rheinbauern. „Life Cologne“ setzt sich über alle Maßen für die Hilfe in der Ukraine ein. Dazu rufen die etwa 60 freiwilligen und ehrenamtlich wirkenden Helferinnen und Helfer auch zu Spendenaktionen auf. Die Sachspende, zu denen auch das Rheinmehl gehört, bringen sie in Lkws und Bussen selber bis an die Grenzen der Ukraine. So ist das Rheinmehl längst am Ziel angekommen. Zum zweiten Mal haben die Helfer jetzt auch Flüchtlinge aus der Ukraine in den Kleinbussen mit ins Rheinland gebracht.

Margret Klose