2022 wurden in Nordrhein-Westfalen 2 334 Biobetriebe von den Kontrollstellen nach EU-Öko-Verordnung gemeldet, was einer Zunahme von rund 30 % seit 2010 entspricht. Somit fallen etwa 93 000 ha Nutzfläche unter die Biorichtlinien. Bundesweit legte die Zahl der Ökobetriebe seit 2010 um 68 % zu. Die amtlichen Zahlen aus der Agrarstrukturerhebung 2023 weichen davon ab, da sie anders erfasst werden. Jürgen Boerman und Ulrike Lemke, Landwirtschaftskammer NRW, stellen die Ökozahlen vor.
Betrachtet man die Zahlen aus der amtlichen Agrarstatistik genauer, so liegt mit rund 52 % die Mehrheit der Ökobetriebe in der Größenklasse von 10 bis 50 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF). 29 % der Höfe sind zwischen 50 und 200 ha LF einzuordnen, dagegen lässt sich die Betriebsanzahl in den Größenklassen über 500 ha und unter 5 ha LF nicht genau quantifizieren. In den letzten Jahren veränderte sich die einzelbetrieblich bewirtschaftete Fläche kaum. Seit 2010 kamen 3,8 ha hinzu, sodass 2023 jeder Ökobetrieb durchschnittlich 45,6 ha einschließlich der nicht auf öko umgestellten LF bewirtschaftete. Das Wachstum konventioneller Höfe lag im gleichen Zeitraum mit einem Plus von 3,4 ha auf ähnlichem Niveau.
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