Mehr arbeit - größere Zufriedenheit

Foto: Ulrike Westenhorst

Auch in diesem Winter konnte wieder ein Praxis-Umstellertag zur biologischen Schweinehaltung durchgeführt werden. Der im Rahmen der BioOffensive geförderte und von der Landwirtschaftskammer NRW organisierte Tag fand kürzlich auf zwei Bio-Betrieben in Ostwestfalen statt. Ulrike Westenhorst, Landwirtschaftskammer NRW, hat die Betriebsbesuche zusammengefasst.

 

Besichtigt wurden sowohl die Bio-Ferkelerzeugung und Aufzucht als auch die biologische Mastschweinehaltung. Ein Vermarkter stellte außerdem sein Unternehmen und die Vermarktungschancen am Bio-Markt vor. So traf sich zu Beginn des Tages eine Gruppe von gut 20 Personen auf dem Biolandbetrieb von Matthias Petig, der seit Anfang 2023 ökologisch wirtschaftet. Petig hat für 190 Sauen neu gebaut, die gesamte Anlage ist auf der grünen Wiese entstanden. Neben den Stallungen für Sauen, Jungsauen, Aufzucht und einigen Mastplätzen wurden auch eine Strohhalle sowie Festmistlager und Güllelagerraum neu geschaffen. In insgesamt sieben Gebäuden wird nun der ökologischen Ferkelerzeugung nachgegangen.

 

Zu Beginn der Stallführung wies Petig auf die Bedeutung von guten Strohqualitäten hin, die in diesem Jahr besonders schwierig zu produzieren waren. „Durch die neue Strohhalle kann die Strohmiete trocken unter Dach gelagert werden, was insbesondere für die Ferkelerzeugung von hoher Wichtigkeit ist“, erklärte er. Neben der Strohhalle ist die Futterküche neu errichtet worden. Auf dem Betrieb wird selbst gemischt, nur für die Ferkelaufzucht werden Fertigfutter eingesetzt. Die Mischungen können dabei gut verschnitten und somit auch die Übergänge zu neuen Rationen gleitend gestaltet werden, was für die Ferkel- und auch Jungsauenfütterung viele Vorteile mit sich bringt.

 

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