Mehr Futter, weniger Arten

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Eine intensivere Nutzung des Grünlands hat dazu geführt, dass diese Ökosysteme einerseits zwar mehr Futter produzieren, andererseits aber die Diversität der Arten zurückging. An der Universität Bonn wollen Wissenschaftler aus der Vegetationsökologie und Fernerkundung nun gemeinsam klären, ob mit dem Artenrückgang auch Einschränkungen in den Ökosystemleis-tungen verbunden sind. Ziel sei es, die Folgen einer intensiveren Landnutzung für die Diversität der Pflanzen und für die Futterproduktion als essenzielle Ökosystemleistung besser zu verstehen. Die Intensivierung von Grünland könne beispielsweise negative Auswirkungen auf die Speicherung von Kohlenstoff im Boden haben. Angesichts der alarmierenden Meldungen zum Verlust der Artenvielfalt in Deutschland sei nach Einschätzung der Forscher eine solche Grundlagenforschung dringend notwendig. Deshalb verknüpften die Wissenschaftler jetzt ökologische Daten mit Fernerkundungsdaten. „Anders als in den meisten bisherigen Grünlandstudien wollen wir nicht nur Punktinformationen auswerten, sondern Aussagen für managementrelevante Flächen treffen – also für Wiesen, Weiden, landwirtschaftliche Betriebe und sogar für ganze Landschaftsräume“, erläuterte Dr. Olena Dubovyk vom Zentrum für Fernerkundung der Landoberfläche (ZFL) der Universität Bonn.