Mehr Geld für zweite Säule

Eine Umschichtung von weiteren 10,5 % aus der Ersten in die Zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) haben jetzt auch die Landesvereinigung Ökologischer Landbau Nordrhein-Westfalen (LVÖ) und die Landesvereinigung Ökologischer Landbau Niedersachsen (LÖN) angemahnt. Sollte Deutschland die 15 % der Zweiten Säule voll ausschöpfen, würden diese Mittel ab 2019 wirksam, betonte die Landesvereinigung Anfang vergangener Woche in Düsseldorf. Das entspräche rund 525 Mio. € jährlich, die zusätzlich ohne Kofinanzierung für bessere Einkommenschancen der Landwirte, eine Ökologisierung der Landwirtschaft, den Gewässerschutz und mehr Tierschutz eingesetzt werden könnten. „Es ist längst Zeit, die Umschichtung der Mittel anzugehen“, betonte der LVÖ-­Vorsitzende Heinz-Josef Thuneke. Nach seiner Auffassung hat „die Ausschüttung finanzieller Hilfen für Landwirte nach dem Gießkannenprinzip“ schon zu lange eine positive Entwicklung in der Biolandwirtschaft verzögert. Darüber hi­naus fehlt es einer pauschalen Flächenprämie nach Thunekes Einschätzung an gesellschaftlicher Akzeptanz. Die LVÖ fordere eine finanzielle Honorierung der Umstellung auf den Ökolandbau und gezielte Maßnahmen zum Schutz von Böden, Tieren und Pflanzen, erklärte dessen Vorsitzender.