Mehr Gülle bei Unfällen freigesetzt

Foto: imago images/Steffen Schellhorn

In Deutschland ist 2019 eine erheblich größere Menge an Jauche, Gülle, Silagesickersaft, Gärsubstrat sowie an vergleichbaren in der Landwirtschaft anfallenden Stoffen (JGS) bei Unfällen freigesetzt worden als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, wurden 2019 insgesamt 157 Unfälle mit JGS registriert; das waren zwar sechs weniger als im Vorjahr. Die Menge an JGS, die unkontrolliert in die Umwelt austrat, erhöhte sich jedoch kräftig, nämlich von 7,51 Mio. l auf 27,98 Mio. l. Allerdings konnten weit mehr als 90 % der freigesetzten Menge zurückgewonnen werden. In die Umwelt gelangten laut den Statistikern insgesamt nur 2,15 Mio. l an JGS oder 7,7 %; 2018 waren es 2,31 Mio. l beziehungsweise 30,7 % gewesen. Von den betreffenden Unfällen entfielen den Destatis-Daten zufolge 127 auf JGS-Anlagen. Erneut zugenommen hat im vergangenen Jahr die Anzahl der Unfälle bei der Beförderung von JGS.