Mehr hofnahe Schlachtungen

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Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir will die mobile Schlachtung von Tieren auf den Bauernhöfen ausbauen. „Damit sollen lange Transportwege zu den Schlachthöfen verringert und der Tierschutz verbessert werden“, äußerte der Grünen-Politiker gegenüber der Funke Mediengruppe. Konkret gesucht werden neue Methoden und Ideen für mobile Schlachtmöglichkeiten, etwa von kleineren Unternehmen und Start-ups, die vom Ministerium finanziell unterstützt werden sollen. Im Dezember hatte das Berliner Agrarressort laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eine Bekanntmachung über die Förderung von Forschungsvorhaben von Innovationen zur mobilen Schlachtung veröffentlicht. Die BLE ist dabei der Projektträger. Ziel ist es, tierschutzgerechte Schlachtungen im Herkunftsbetrieb zu fördern sowie die Wertschöpfung im ländlichen Raum zu stärken. Es sollen wirtschaftliche Anreize für landwirtschaftliche Betriebe und regionale, handwerkliche Schlachthöfe geschaffen werden. Skizzen für die Förderung von Innovationen zur mobilen Schlachtung, einschließlich der Weideschlachtung im Herkunftsbetrieb, können bis zum 6. April 2023 bei der BLE eingereicht werden.

Die sinkende Zahl und Zentralisierung von Schlachthöfen hat zuletzt viele Tierhalter dazu gezwungen, lange Transportwege für ihre Tiere in Kauf nehmen zu müssen. Außerdem könnten laut Özdemir Landwirte bei der mobilen Schlachtung damit werben, dass die Tiere auf ihren Höfen tiergerecht gehalten und dort auch tierschutzgerecht geschlachtet würden. Das Interesse vieler Verbraucher an regionalen Lebensmitteln, die unter hohen Tierschutzbedingungen produziert würden, sei gestiegen.