Mehr Hunger trotz genügend Nahrung

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Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat den diesjährigen Welternährungstag am vergangenen Samstag genutzt, um unnötige Nahrungsmittelverluste rund um den Globus anzuprangern. „Obwohl die Welt genügend Nahrung produziert, um alle satt zu machen, ist die Zahl der Hungernden im Jahr 2020 auf 811 Mio. gestiegen“, kritisierte FAO-Generalsekretär Dr. Qu Dongyu. Jedes Jahr gingen etwa 14 % der weltweit produzierten Lebensmittel zwischen Feld und Einzelhandel verloren. Weitere 17 % landeten in den Abfallbehältern von Haushalten, Einzelhändlern oder Restaurants, berichtete der FAO-Generalsekretär. Schlüssel zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung seien effizientere, integrativere und nachhaltigere Agrar- und Ernährungssysteme. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnte im Vorfeld des Welternährungstages vor einer massiven Verschärfung des Hungers durch die Klimakrise. Ohne Maßnahmen zur Anpassung an Klimaschocks und den schleichenden Klimawandel drohe die Klimakrise zu einer exponentiellen Zunahme des globalen Hungers zu führen. Eine Analyse des WFP zeigt, dass bei einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau 189 Mio. Menschen zusätzlich von Hunger betroffen sein dürften.