Mehr Kredite im Lebensmittel- und Agrarsektor

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Der Darlehensbestand der Rabobank für Privatkunden im Lebensmittel- und Agrarsektor (F&A) hat sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024 erhöht und damit die Entwicklung der übrigen Sektoren übertroffen. Der jetzt veröffentlichte Geschäftsbericht des international tätigen Finanzinstituts weist für die F&A-Kredite im In- und Ausland zum 30. Juni 2024 gegenüber dem 31. Dezember 2023 eine Zunahme um 4,2 % auf insgesamt 119,6 Mrd. € aus, während das restliche Portfolio lediglich um 1,3 % auf 323,5 Mrd. € wuchs. Der Rabobank-Vorstandsvorsitzende Stefaan Decraene wies mit Blick auf das Kreditgeschäft in den Niederlanden darauf hin, dass die Investi­tionsbereitschaft der Landwirte und vor allem in der Milchwirtschaft in den vergangenen zwei Jahren abgenommen habe. Ursache sei die weiterhin politisch unsichere Zukunft der Unternehmer. Ob die neue Regierung in Den Haag künftig für mehr Klarheit sorgen werde, sei noch nicht zu sagen. Die Bank zählt nach Angaben von Decraene rund 80 % der niederländischen Landwirte zu ihren Kunden. Für die im Ausland vergebenen Darlehen an die Landwirtschaft und die Lebensmittelbranche ergab sich indes ein Zuwachs um insgesamt 3,4 %. Vor allem große Agrarbetriebe nahmen Kredite auf. Häufigste Kreditnehmer sind australische Betriebe.