Mehr Risiken durch Calciummangel? 

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Ein großer Teil der Milchkühe ist von einem Calciummangel nach der Kalbung betroffen, der jedoch nicht – wie beim Milchfieber – Anzeichen einer Hypocalcämie aufweist. Ob und wie sich dies auf die Frühlaktation auswirken kann, erklärt Dr. Peter Venjakob, Justus-Liebig-Universität Gießen, und fasst den aktuellen wissenschaftlichen Stand dazu zusammen.

 

Die peripartale Hypocalcämie war in den vergangenen 15 Jahren vermehrt im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen. Dabei wurde vor allem die sub­klinische Form untersucht, bei der es keine klinischen Anzeichen eines Cal­ciummangels gibt. Der subklinische Mangel ist nur mithilfe diagnostischer Maßnahmen, wie einer Blutproben­untersuchung, erkennbar und wird im Idealfall nach einer gewissen Anpassungsphase an den plötzlich steigenden Calciumbedarf durch die Milchproduktion von der Kuh ausgeglichen. Allerdings gibt es immer deutlichere Hinweise, dass es einen Zusammenhang zwischen dem subklinischen Calciummangel und dem Auftreten von Erkrankungen in der Frühlaktation gibt. Dabei kann ein Calciummangel der Erkrankung vorausgehen und ihr Auftreten begünstigen – andererseits kann er auch als Begleitumstand oder infolge einer Erkrankung entstehen.

 

Mehr in LZ 43-2025 ab S. 34.