Mehr Unterstützung aus der Kirche

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Für mehr konstruktive Unterstützung aus den zahlreichen kirchlichen Organisationen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit Blick auf die von Teilen der Gesellschaft geäußerte Kritik an den Bauern geworben. „Wir müssen gemeinsam das durch die Corona-Krise gestiegene Landwirtschaftsbewusstsein nutzen. Wir müssen weg von pauschalen Anschuldigungen an den Berufsstand, die geprägt sind von Erwartungen an eine romantisierte Landwirtschaft, die es in der Realität nie gegeben hat – oder die die Menschen nicht ernähren kann“, schreibt Klöckner als Antwort auf einen offenen Brief dreier Bischöfe aus Niedersachsen. Bischof Franz-Josef Bode aus Osnabrück, Bischof Heiner Wilmer aus Hildesheim und Weihbischof Wilfried Theising aus Vechta hatten sich Mitte Juli in dem Schreiben wertschätzend und differenziert zu aktuellen Themen der Landwirtschaft geäußert. Sie hatten hervorgehoben, dass eine von unterschiedlichsten gesellschaftlichen Instanzen angemahnte Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit nicht von den Landwirten allein getragen werden könne. Die immer mehr werdenden Leistungen der landwirtschaftlichen Betriebe für das Gemeinwohl müssten deshalb auch von der Gesellschaft vergütet werden. „Dafür wollen wir uns als Katholische Kirche einsetzen“, so die Bischöfe. Auf landespolitischer Ebene unterstützen sie den „Niedersächsischen Weg“. Auf bundespolitischer Ebene fordern sie menschenwürdigere Arbeits- und Lebensbedingungen für alle in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel engagierten Menschen.