Mit ihrem Saumstreifenprojekt möchte die Gemeinde Kranenburg Insekten, Feldvögel und Niederwild langfristig fördern. Dabei legen Landwirte in Zusammenarbeit mit der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und finanziell gefördert von der Gemeinde Kranenburg auf geeigneten Flächen entweder Blühstreifen an oder sie lassen im Grünland einen Altgrasstreifen stehen. Seit Projektbeginn im Jahr 2019 wurden
von fünf Landwirten auf insgesamt 16 240 m² acht Blühstreifen angelegt. Zu einem Pressetermin trafen sich am Donnerstag vergangener Woche Ferdinand Böhmer, Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg, die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und interessierte Journalisten am Feldrand des von Landwirt Thomas Janssen gepflegten Blühstreifens in Kranenburg-Zyfflich.
Wegen der Dürre im Vorjahr hatte sich dieser Blühstreifen nicht erwartungsgemäß entwickelt und wurde deshalb im September 2020 noch mal neu angelegt. Nun steht er vorbildlich in Blüte und fällt auf in der Bevölkerung. „Ich habe zahlreiche positive Rückmeldungen von Anwohnern und Freunden erhalten. Viele Fotos wurden gemacht und zusammen mit Herzchen-Smileys gesendet“, freut sich Janssen. Auch Bürgermeister Ferdinand Böhmer ist begeistert von dem Projekt für mehr biologische Vielfalt in seiner Gemeinde: „Wir freuen uns, durch die Bereitstellung von Fördergeldern nicht nur die Lebensbedingungen vieler Tierarten, sondern auch unser Landschaftsbild aufzuwerten. Die Blühstreifen schaffen ein Bewusstsein in der Bevölkerung und hoffentlich auch einen Lerneffekt für private Gärten.“
Es stehen weitere Fördermittel zur Verfügung, sodass im Spätsommer weitere Blühstreifen im Acker oder Altgrasstreifen im Grünland angelegt werden können. Hierzu können sich interessierte Landwirte aus Kranenburg bei Projektleiter Sebastian Rödl von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft melden unter Telefon: 02 81/16 44 76-14.
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