Sie rief dazu, „die Bauern mitzunehmen“ beim anstehenden Umbauprozess, der mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde. Ausdrücklich würdigte die Regierungschefin die Arbeit der breit zusammengesetzten Borchert-Kommission. Deren Vorschläge für einen Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland zeigten, „dass mehr Gemeinsames möglich ist, als wir dachten“. Viele Bauern seien zu Veränderungen bereit. Das gelte es zu unterstützen. Die Kanzlerin hofft auf einen Beschluss zur Kastenstandhaltung von Sauen am 3. Juli im Bundesrat, „damit der Umbauprozess in Gang kommen kann“.
Merkel bekräftigte das Ziel der Bundesregierung, Werkverträge in großen Schlachtunternehmen zu verbieten. Sie seien in „Sub-Sub-Sub-Sub-Unternehmen“ so ausgenutzt worden, „dass das nicht mehr verantwortbar ist“. Damit würden sich die Kosten in den industriellen Unternehmen erhöhen, so dass sich die Wettbewerbsbedingungen für kleinere Schlachtunternehmen verbessern könnten. Die Kanzlerin bezeichnete die hohe Konzentration auf der Abnehmerseite als „großes Problem für die Bauern“.
AgE