Ergebnisse zum Projekt Klima-Milchfarm wurden präsentiert
Es funktioniert. Milchviehbetriebe können einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität leisten und durch eine Reihe von Maßnahmen hohe CO2-Einsparungen erreichen. Die Bilanz zum Projekt der ersten deutschen Klima-Milchfarm, des Betriebs von Mario Frese im hessischen Mörshausen, fällt jedenfalls positiv aus. Nach drei Jahren Projektlaufzeit konnten die Projektpartner bei der Abschlussveranstaltung am Dienstag vergangener Woche auf dem Betrieb Frese erfreuliche Ergebnisse verkünden. Die Klima-Milchfarm ist ein gemeinschaftliches Projekt der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), Nestlé, Original Wagner Pizza und der Molkerei Hochwald. „Ziel des Projekts war es, Wege für mehr Klimaschutz in der Milchproduktion aufzuzeigen, ohne die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zu gefährden. Wir haben jetzt praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Ansätze für Maßnahmen“, betonte Detlef Lafka, CEO-Chef von Hochwald.
Besser als erwartet
Mario Frese und seine Familie halten derzeit 120 Milchkühe und bewirtschaften 250 ha, davon sind 190 ha Acker- und 60 ha Grünland. Die Milch des Betriebs wird an das Hochwaldwerk in Hünfeld geliefert und dort zu Käse verarbeitet. Der Ausgangswert des Betriebs Frese lag zu Beginn des Projekts im Oktober 2022 bei 1,07 kg CO2e pro kg Milch. „Seither konnte Mario Frese die CO2-Emissionen auf seinem Betrieb um 35 % senken. Dies ist besser als erwartet“, stellte Prof. Dr. Markus Frank, Professor für Pflanzengesundheitsmanagement an der HfWU, erfreut fest. Und der Wissenschaftler sieht noch weiteres Potenzial bei den CO2-Einsaprungen für den Betrieb. Insgesamt 40 % seien möglich, meint er, insbesondere durch Steigerung der Milchleistung. Die durchschnittliche Milchleistung beträgt aktuell 10 200 kg Milch pro Jahr. el
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