Unter Federführung der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten will sich eine Reihe von Ländern dazu verpflichten, die Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 % gegenüber dem Stand von 2020 zu senken. Ferner heißt es in dem am 18. September unterzeichneten „Global Methane Pledge“, dass das Vorhaben auf dem Klimagipfel in Glasgow im November vorgestellt werden soll mit dem Ziel, weitere Staaten von der Initiative zu überzeugen. Neben der EU und den USA haben bereits Argentinien, Ghana, Indonesien, der Irak, Mexiko und das Vereinigte Königreich ihre Unterstützung bekundet. Laut Angaben der EU-Kommission zählen zu diesen Ländern sechs der 15 größten Methanemittenten der Welt, und auf sie zusammen entfallen insgesamt mehr als ein Fünftel der globalen Methanemissionen sowie fast die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung. Wie die Brüsseler Behörde zudem berichtete, würde die Umsetzung des „Global Methane Pledge“ zu einem Rückgang der Erderwärmung um mindestens 0,2 Grad bis 2050 führen. Als eine besonders große Methanemissionsquelle wird in dem Abkommen neben Erdöl und Gas, Kohle sowie Mülldeponien auch die Landwirtschaft genannt. Allerdings heißt es in der Übereinkunft, dass die Ausgangssituation und die Möglichkeiten, die Methanemissionen unmittelbar zu senken, im Energiesektor am größten seien. Mit Blick auf die Landwirtschaft stellt die EU-Kommission fest, dass unter anderem daran gearbeitet werde, die Einführung von Technologien zur Emissionsminderung durch einen breiteren Einsatz von „Carbon Farming“ in den Mitgliedstaaten und über ihre Strategiepläne zur neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu beschleunigen.